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Case Study

Von TeraWatt zu TeraByte — Transformation der innogy

By Dr. Arndt Brandenberg · Executive Coach & Senior Advisor

Vom Energieversorger zum datengetriebenen Unternehmen: Dieser Beitrag beschreibt die Transformation der innogy — von TeraWatt zu TeraByte — und was es bedeutet, ein traditionsreiches, anlagenintensives Geschäft neu zu denken, wenn Daten und digitale Fähigkeiten plötzlich ebenso entscheidend werden wie Kraftwerke und Netze.

Der Titel ist mehr als ein Wortspiel. Er beschreibt einen Identitätswechsel. Eine Organisation, deren Stolz und Selbstverständnis über Jahrzehnte an physischer Infrastruktur hing, muss lernen, Wert auch in Daten, Software und Kundenbeziehungen zu sehen. Das ist keine reine Technologiefrage — es ist eine kulturelle. Die größte Hürde ist selten die Technik, sondern das Selbstbild: „Wer sind wir, wenn unser Geschäft nicht mehr nur aus Megawatt besteht?“

Eine solche Transformation verlangt zwei Dinge gleichzeitig, die sich oft im Weg stehen. Das bestehende Geschäft muss zuverlässig weiterlaufen — Energie ist kein Bereich für Experimente mit der Versorgungssicherheit. Und parallel müssen neue, datengetriebene Fähigkeiten entstehen, die nach anderen Regeln funktionieren. Führung bedeutet hier, beide Welten zu halten, ohne die eine gegen die andere auszuspielen.

Was ich aus dieser Reise mitnehme: Digitale Transformation gelingt nicht, indem man eine Digitaleinheit anbaut und hofft, dass sie abfärbt. Sie gelingt, wenn sich das Denken der gesamten Organisation verschiebt — wenn Daten nicht als IT-Thema, sondern als gemeinsame Sprache für bessere Entscheidungen verstanden werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie über den Link unten. Wenn Sie selbst ein etabliertes Geschäft in eine digitale Zukunft führen, lohnt die ehrliche Frage: Verändern wir gerade nur unsere Werkzeuge — oder auch unser Selbstverständnis davon, wer wir sind und worin unser Wert liegt?

Vom Energieversorger zum datengetriebenen Unternehmen.

Ein praktischer Gedanke: Daten entfalten erst dann Wirkung, wenn sie Entscheidungen verändern. Viele Digitalprogramme sammeln eindrucksvoll Daten und ändern trotzdem nichts, weil die alten Entscheidungswege bestehen bleiben. Der eigentliche Wandel beginnt, wenn Teams ihre Annahmen an Daten prüfen — und bereit sind, ihre Meinung zu ändern, wenn die Zahlen etwas anderes sagen.

Deshalb ist digitale Transformation vor allem eine kulturelle Aufgabe. Eine eigene Digitaleinheit anzubauen und auf Abstrahlung zu hoffen, genügt nicht. Es gelingt, wenn sich das Denken der gesamten Organisation verschiebt und Daten zur gemeinsamen Sprache für bessere Entscheidungen werden.

Führung heißt in dieser Doppelaufgabe vor allem, zwei Geschwindigkeiten gleichzeitig auszuhalten: die Verlässlichkeit des Bestandsgeschäfts und das Tempo des Neuen. Wer das eine gegen das andere ausspielt, verliert beides. Wer beide Welten bewusst zusammenhält und übersetzt, gibt der Organisation die Sicherheit, sich zu verändern, ohne ihre Substanz zu riskieren.

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